Johannes der Täufer in der Wüste

Johannes der Täufer in der Wüste

Johannes der Täufer in der Wüste

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Origine et date: 
Vers 1760-1765
Artiste(s): 
1703
1770

Gegen Lebensende wendete sich Boucher von der übermäßigen Extravaganz des Rokoko ab und suchte in Hell-Dunkel-Kontrasten und der Rembrandt’schen Selbstbefragung nach einer Dramatisierung seiner Sujets. Der Körper von Johannes des Täufers wird durch das Licht modelliert, die Szene erinnert eher an eine Vision als an ein Gebet. Der Übergang des dunklen Schattens, der mit Pastell leuchtend weiß erhöht wurde, veranschaulicht die Einsamkeit und Besinnung des Heiligen. Die Haltung der Figur und der strake Lichteinfall im Wald hinter ihm sind einem Gemälde nachempfunden, das im 18. Jahrhundert Rubens zugeschrieben wurde und sich in Padua befand. Der Ausdruck von Verinnerlichung, der die Szene beherrscht, ist einzigartig in Bouchers Werk.