Venus präsentiert Aeneas die Waffen

Venus präsentiert Aeneas die Waffen

Venus präsentiert Aeneas die Waffen

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Origine et date: 
1668
Artiste(s): 
1641
1711

Dieses Gemälde ist der erste Entwurf für ein Werk (auf 1668 datiert), das im Mayer van den Bergh Museum (Antwerpen)  aufbewahrt wird. Die Ikonografie entspricht dem 8. Buch der Aeneis von Virgil. Venus, die Mutter von Aeneas, bittet ihren Gatten Vulcanus, für ihren Sohn, der im Begriff ist Rom zu gründen, kostbare Waffen zu schmieden. Darunter befindet sich der von den Zyklopen gefertigte Schild. Lairesse stellt den Augenblick dar, als Venus ihrem Sohn die goldecke Waffen präsentiert, die ihn unbesiegbar machen werden. In der unteren Bildecke links sieht man den Flussgott des Tibers, der kurz zuvor dem Helden erschienen war und ihm die Stelle zeigte, an der er die Stadt Rom gründen solle.

Die Voliebe für Gestik und die plastischen Formen sowie die Verwendung von Metallblau für die Drapierung von Venus, das mit dem kräftigen Rot von Aeneas' Mantel kontrastiert, lassen den Einfluss von Lairesses Lütticher Ausbildung erkennen. Die kühne, realistische Behandlung des Aktes und das Kolorit legen die Vermutung nahe, dass der Maler sich dem Geschmack seiner holländischen Klientel anpasste.