Festmahl der Götter

Festmahl der Götter

Festmahl der Götter

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Origine et date: 
Vers 1635 - 1640

Die Göttre haben siche anlässlich der Hochzeit von Thetis und Peleus zu einem Festmahl auf dem Olymp versammelt. Links sieht man Minerva, Diana, Mars und Venus in Begleitung von Amor. Flora, die Göttin des Frühlings, befindet sich hinter ihnen. In der Mitte der Tafel kann man Apollon mit Kranz und Lyra ausmachen. Weiter hinten erkennt man Herkules mit seiner Keule und Neptun mit Dreizack. Ganz rechts hat Eris den Apfel der Zwietracht auf den Tisch gelegt. Die Tatsache, dass einige Götter fehlen, ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass links ein Stück abgeschnitten ist, dies legt zumindest die gegenwart des pfaus von Juno nahe. Das Thema des Festmahls der Götter war in Holland sehr beliebt; Hendrick Goltzius' Raadierung Die Hochzeit von Psyché und Amor führte zu vielfältigen Variationen zu diesem Sujet.

Bijlert hielt sich zu Beginn der Jahre 1620 in Rom auf. Er wurde, wie seine Utrechter Kollegen Ter Brugghen, Honthorst, Baburen, von der Kunst Caravaggios beeindruckt. Der vor dem Tisch tanzende Satyr und der im Vordergrund ausgestreckte Bacchus, der eine Traube über seinen Mund hält, erinnern in abgeschwächter Form an den  Naturalismus von Caravaggio: ockerfarbenes Leiber, körper in Nahansichten in unorthodoxen Haltungen.  Die Beliebtheit des Italienischen Malers wird jedoch nicht von Dauer sein. Sein Einfluss war fast verschwunden, als Bijlert sich gegen 1630 dem Klassizismus, einer neuen internationalen Tendenz, zuwandte. Ein sprechendes Zeugnis dafür sind die friesartige Komposition, das Camaîeu, die Bedeutung der Zeichnung, das Tageslicht.