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Nordische Malerei

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Magnins erster Ankauf war ein Gemälde, das dem schwedischen Künstler Kraft zugeschrieben wurde. Dieser Erwerb bildete den Grundstock der nord- und mitteleuropäischen Gemäldesammlung der beiden Kunstliebhaber.

Ansicht des Palastes von Drottningholm ist ein beredtes Zeugnis für den Englandaufenthalt des bedeutenden schwedischen Landschaftsmalers Elias Martin im ausgehenden 18. Jahrhundert. Die Sammlung umfasst dreißig englische Werke, erwähnenswert sind insbesondere das gespenstisch anmutende Gemälde Orpheus und Eurydike von Füssli und eine derbe Komposition von Hayman, Der lüsterne Mönch, die charakteristisch für den bissigen Stil der Epoche Hogarths ist. Es gibt auch einige deutsche Gemälde aus dem 18. Jahrhundert, wie eine Pastorale von Zick und ein Porträt in einer Landschaft von Guttenbrunn, einem Künstler, der Angelica Kaufman nahestand.

Die flämische Malerei beginnt im 16. Jahrhundert mit den Werken von Pieter Brueghel dem Jüngeren, kleinen Formaten von Floris, Savery oder Wtewael.
Das 17. Jahrhundert ist mit einem Tod des Achilles vertreten, das ein berühmtes Tapisserie-Ensemble von Rubens belegt. Von Jordaens wird eine sehr ausdrucksvolle Kopfstudie präsentiert. Man erkennt ohne weiteren den Flamen Van de Venne, der David Teniers dem Älteren nahesteht, und dem er seine Vorliebe für rustikale Figuren verdankt. Die friesartige Komposition des Stilllebens von Adriaenssen steht in der flämischen Tradition des Anfangs des Jahrhunderts. Die Hügellandschaft von Jacques d’Arthois, der zu den Brüsselern Künstlern gehörte, die im Wald von Soignes malten, lässt den Einfluss von Rubens‘ Landschaften erkennen.

Es sind mehrere Tendenzen der holländischen Malerei des goldenen Zeitalters vertreten. Erwähnenswert sind Lastman, Rembrandts Lehrer oder Jacob de Wet, vermutlich ein Schüler Rembrandts. Von den Utrechter Caravaggisten kann man Das Festmahl der Götter von Van Bijlert bewundern, das erstaunlicherweise die mythologische Ikonografie mit der des Abendmahls verbindet.
Die Faszination der holländischen Künstler für das Licht in Italien tritt in Italienische Villa am Meeresufer, einer lichtdurchfluteten Komposition von Jan Baptist Weenix, zutage. Die Waldlandschaft von Moucheron, die sich durch ihre silbrige Farbtönung auszeichnet, wird durch das Licht und die Formen der römischen Landschaft geprägt.
Die Sammlung umfasst auch zwei mythologische Studien mit sehr kontrastreichem Kolorit, das die Tradition von Lüttich charakterisiert. Ein Vertreter dieser Kunst ist Lairesse, der gegen Ende des Jahrhunderts für eine klassische Kunst steht.
Die holländische Bourgeoisie ließ sich gern porträtieren. Die Frau mit Muschel von Maes ist charakteristisch für sein Kunstschaffen. Das Gemälde Frau mit Buch des Holländers Van der Helst ist ein wunderschönes allegorisches Porträt.