Histoire de l'hôtel Lantin

 

porte façade musée magnin
1652 erbte Étienne LAntin (1610-1681), Conseiller der regionalen Chambre des Comptes, von seinem Vater das Grundstück in der Rue des Bons Enfants. Der Bau wird 1663 zum ersten Mal dokumentiert. Aufgrund des schmalen Grundstücks war es nicht möglich, das Stadthaus zwischen Hof und Garten zu errichten. Vielleicht entwarf der (anonyme) Architekt als Ausgleich für diesen Mangel ein monumentales Treppenhaus, das durch eine mit Stuck verzierte, architektonisch sehr interessante Kuppel noch größer wirkt.

 

Durch den ungewöhnlich nüchternen Aufriss der Fassade kommt das Mauerwerk aus rosafarbenem Stein besonders zum Tragen. Sie wird durch die Fenster, die regelmäßig um ein eindrucksvolles, klassizistisches Tor angeordnet sind, gegliedert. Die Fassadengestaltung weist im Wechsel spitze oder Rundbogengiebel und Kragsteine in den antik anmutenden Giebelfeldern auf.

 

Das Stadthaus wechselte mehrmals den Besitzer. 1829 wurde es von Jea-Hugues Magnin, dem Großvater der Kunstsammler, erworben. Er vererbte es seinem Sohn Joseph (1824-1910) und dessen Frau Pauline Belloncle. Ihre zwei Kinder, Maurice und Jeanne, verbrachten dort ihre ersten Lebensjahre, bevor sie ihre Vater in die Hauptstadt folgten, als jener beim Sturz des Zweiten Kaiserreichs wichtige politische Aufgaben übernahm. Sie haben die Sammlung zusammengestellt und besclossen, sie dem Staat zu übereignen und in dem Familienwohnsitz ein Museum einzurichten.

 

1851 wurden Veränderungen vorgenommen und zwar wurde auf den Pferdestall hinten im Hof ein Geschoss im Stil von Loius-quinze errichtet. Als die Umgestaltung zu einem Museum geplant wurde, beauftragte man Auguste Perret, den Architekten des Théâtre des Champs-Elysées, die ehemaligen Nebengebäude in Ausstellungssäle umzubauen. Die Arbeiten wurden zwischen 1930/31 durchgeführt. Er plante eine Tageslichtbeleuchtung in dem ehemaligen Hof und war bestrebt, ein neues Baumaterial - Stahbeton - mit der klassischen Architektur des Stadthauses in Einklang zu bringen.