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Französische Malerei

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Französische Malerei

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Die französische Malerei umfasst mit 650 Stücken die Hälfte des Gemäldebestands. Die Werke verteilen sich zwar insgesamt gleichermaßen auf die klassische Epoche der Kunst, doch den Schwerpunkt der Sammlung bilden die Jahre 1630-1650 und der Anfang des 19. Jahrhunderts.

 

Das Interesse der Magnins galt insbesondere mehreren Malern, die unter Mazarin aktiv waren. „Der Pariser Attizismus“ zeichnet sich durch eine ausgewogenen Komposition, helle, sorgfältig aufgetragene Farben, besonnenen Ausdruck, ruhige Bewegung und elegante Formen und Gesten aus. Man findet diese Stilmerkmale zu jener Zeit mehr oder weniger in den Gemälden von Le Sueur, Dufresnoy, La Hyre, Bourdon, Dorigny. Andere Künstler lassen den Einfluss der italienischen Malerei (Baugin, Régnier) oder andere Tendenzen des Grand Siècle (Vignon, van der Meulen) erkennen.

 

Die Kunstsammler konzentrierten sich auch auf Übergangsperioden, wie die Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert: Künstler, die das Ende der Herrschaft von Louis XIV. markieren, wie Patel, La Fosse, Bon Boullogne. Ihr Interesse galt auch der Skizze, dies wird durch Kleinformate von Amand, Deshays und Dandré-Bardon belegt. Die ästhetische Strenge von Bardin und Lagrenée kündet den Neoklassizismus an.

 

Um 1800 kann man die Ausstrahlung von David in den vorbereitenden Studien von Lethière, Picot, Meynier, Fabre, Gros, Drolling wahrnehmen. Lantara und Bruandet und in der Folge Michel erheben die Landschaft zu einer eigenständigen Gattung. Die schönste Landschaft der Sammlung bildet eine anonyme Abendstimmung, die durch einen stimmungsvollen, diagonalen Aufbau charakterisiert wird. Die Landschaft des 19. Jahrhunderts ist mit außergewöhnlichen Malern vertreten: Neben die wenigen kleinen italienischen Landschaften reihen sich Gemälde von Grailly, Chifflard, Bénouville oder Margottet. Der Begriff „Kunstliebhabersammlung“ manifestiert sich in den Interieurs von Granet, Eugène Devéria, Trouvé. Auch die Glanzzeit der klassischen Malerei des 19. Jahrhunderts ist mit Historiengemälden von Delaroche und Evariste Fragonard, Porträts von Guérin, Dubufe und dem Orientalismus von Berchère, Dauzats, Belly vertreten.